Schutzmasken für Kunden?

Von: WIEDNER Manfred
Gesendet: Montag, 30. März 2020 14:11
An: Wöginger, August <August.Woeginger@oevpklub.at>
Betreff: Mundschutzmasken auch für die Postfilialen

Sg. ÖAAB Obmann, lieber Gust!

Wir verstehen die Maßnahmen der Bundesregierung und tragen diese natürlich auch vollinhaltlich mit. Ich ersuche dich aber auch dafür zu sorgen, dass nicht nur vor den Supermarktketten der Mundschutz zur Verteilung kommt, sondern auch vor unseren 1800 Postgeschäftsstellen.

Gerade am Mittwoch den 1. April werden viele ältere Menschen zum Postamt kommen um ihre Pensionen abzuholen. Mit dieser Aktion könnten wir nicht nur die älteren Mitbewohner sondern auch unsere Kolleginnen und Kollegen wirkungsvoll vor einer möglichen Infektion schützen.

Gerade unser christlich, sozialen Gesinnung ist es geschuldet, dass wir jedes einzelne Leben und die Familien besonderen Schutz zukommen lassen, wenn wir die Möglichkeit dazu haben! Und die Schutzmasken in ausreichender Anzahl scheint derzeit nur die Bundesregierung zu haben.

Mit der Bitte um Veranlassung und danke für dein Mühe,

Manfred Wiedner
FCG Zentralausschuss Post

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Von: KLIMA Maria
Gesendet: Montag, 30. März 2020 14:36
An: BACHMAIR Ursula <Ursula.Bachmair@post.at>; CASAPICCOLA Alexander <Alexander.Casapiccola@post.at>; MITTERLEHNER Ursula <ursula.mitterlehner@post.at>; PÖLZL Georg <Georg.Poelzl@post.at>; UMUNDUM Peter <Peter.Umundum@post.at>; OBLIN Walter <Walter.Oblin@post.at>
Betreff: MNS-Masken verpflichtend

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie von mir in der heutigen Task Force Sitzung bereits angesprochen, hat sich das Tragen von MNS-Masken in Supermärkten für Kunden nun als verpflichtend heraus gestellt.

Dies dient zum Schutz vor einer weiteren Übertragung des Coronavirus. Um auch unsere MitarbeiterInnen am Schalter zu schützen möchte ich hier noch einmal die Forderung stellen, auch unsere Kunden wie von der Regierung vorgesehen zum Tragen von Schutzmasken zu verpflichten. Ab Mittwoch sollte das Tragen der MNS-Masken in Supermärkten Pflicht sein, dieses Datum würde sich mit dem Tag der Pensionsauszahlung in Österreich decken, an welchem mit einem vermehrten Kundenaufkommen, vor allem der älteren Menschenschicht,  in den Filialen zu rechnen ist.
Zum Schutz dieser und unserer MitarbeiterInnen sollte das Tragen von MNS-Masken aller Kunden welche eine Postfiliale betreten, genauso verpflichtend sein und dies auch so umgesetzt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Maria Klima
Österreichische Post AG
Zentralausschuss
Rochusplatz 1
1030 Wien
Mobil: +43 664 624 2780
E-Mail: maria.klima@post.at

Verpflichtende Freistellung der Risikogruppen

Traurig, dass es einer Verordnung der Bundesregierung braucht damit unsere Kolleginnen und Kollegen welche der Risikogruppe angehören endlich per Gesetz vom Dienst freizustellen sind.

Leider wurde unsere vor Wochen eingebrachte Forderung auf Freistellung aller die der Risikogruppen angehören vom Management trotz mehrfacher Intervention negiert.

Selbst Datenrechtsexperte Mayer-Schönberber sagt. „Menschenleben sind wichtiger als Datenschutz!“ Umso unverständlicher ist es, dass unser Personalchef an ihn übermittelte Bestätigungen von Ärzten, welche das Angehören zur Risikogruppe untermauern mit dem Verweis, dass wir diese Bestätigungen aufgrund der Datenschutzgrundverordnung gar nicht schicken dürften, einfach gelöscht hat!!!

Leider haben wir, wie zu erwarten war die ersten positiv getesteten Kolleginnen und Kollegen bei der Post.

Damit wir Lücken bei der Sicherheitsausstattung bei der Post auch statistisch untermauert aufzeigen können, werden wir morgen eine Umfrage bei allen Kolleginnen und Kollegen der Post über Monkey Surface starten. Bitte nehmen sie daran teil, nur wenn wir beweisen können, dass es tatsächlich in vielen Dienststellen noch immer kein Desinfektionsmittel, Handschuhe, Schutzmasken usw. gibt, können wir unseren Forderungen Nachdruck verleihen.

GEMEINSAM. NEUE WEGE GEHEN.

FCG POST FORDERT 15. MONATSGEHALT

Die FCG Post schließt sich der von Sozialpartnern und einigen Politikern erhobene Forderung zur Auszahlung eines 15. Monatsgehaltes für all jene Postlerinnen und Postler an, die tagtäglich an der „Front“ ihre Gesundheit zur Aufrechterhaltung unseres Gesellschaftssystems gefährden!

Trotz Krise werden nach wie vor von den Postlerinnen und Postlern, 4 Millionen Haushalte tagtäglich mit ihrer Post beliefert, das gehört auch finanziell abgegolten!!!

Und wie vom Bundeskanzler Sebastian Kurz gefordert, muss diese Bezahlung steuerfrei sein!!!

GEMEINSAM. NEUE WEGE GEHEN.

 

Personalmaßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19

 

Zugehörige zur gefährdeten Gruppe im Bezug auf SARS2/Covid19

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen Schutz.
Die Gesundheit und das Leben unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehört in den Vordergrund gestellt.

Immer wieder erreichen uns Anrufe von Kolleginnen und Kollegen, welche auf Grund einer bereits bestehenden Erkrankung oder gesundheitlichen Einschränkung zur Gruppe der gefährdeten Personen auf Grund von SARS2/Covid19 gehören, mit der Anfrage wie sie sich schützen können.

Damit wir als FCG auch zum Schutz dieser Gruppe beitragen können, hier eine Hilfestellung.
Es gibt 2 Punkte:

1. Menschen welche zu einer Risikogruppe zählen und an Vorerkrankungen leiden, können besonders schwer krank werden, wenn Sie mit dem Coronavirus angesteckt werden. Nehmen sie daher sofort mit ihrem behandelnden Arzt Kontakt auf, dieser kennt ihr Krankheitsbild und ihren Krankheitsverlauf,  in den meisten Fällen ist ein Besuch der Arztpraxis nicht notwendig. Der Arzt entscheidet ob Sie aktuell arbeitsfähig sind oder nicht. Dabei werden ihre Tätigkeit und ihr Gesundheitszustand berücksichtigt. Wenn der Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsmeldung ausstellt, müssen Sie diese unverzüglich dem Arbeitgeber übermitteln.  Auch diese Übermittlung an den Vorgesetzten kann per Mail erfolgen und benötigt keinen persönlichen Kontakt oder ein Verlassen ihres geschützten Umfeldes.

Zu den Risikogruppen zählen:
– ältere Menschen (65+)
– Menschen mit chronischen Erkrankungen
Als chronische Erkrankungen nach aktueller Evidenz gelten:
+ (chronische) Atemwegs- bzw. Lungenerkrankungen inkl. COPD
+ Diabetes
+ Herzkreislauferkrankungen
+ Krebserkrankungen
+ Bluthochdruck
+ Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen

2.  Auch wenn sie grundsätzlich arbeitsfähig sind kann ihr Arzt empfehlen, dass Sie bestimmte Arbeiten nicht tun sollen. Wenn sie ihrem Arbeitgeber mit einer ärztlichen Bestätigung melden, dass Sei eine Vorerkrankung haben, die ihr Risiko erhöht, muss er laut Arbeitnehmerschutzgesetz Rücksicht darauf nehmen. Sie müssen ihre Vorerkrankung aber nur melden, wenn Sie das wollen.

Beispiel: Der Arzt bestätigt, dass eine Vorerkrankung vorliegt weshalb auf Grund des Coronavirus eine Zustellung derzeit nicht ohne Risiko möglich ist.

So könnte eine ärztliche Bestätigung aussehen:

Uns ist es ein großes Anliegen die Gesundheit sämtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen, verstärkt natürlich all jener die in dieser Zeit mehr schutzbedürftig sind, sollte es trotz der ärztlichen Bestätigungen zu Problemen kommen, stehen die MitarbeiterInnen der FCG gerne zur Verfügung, bei Fragen können Sie sich auch gerne an unsere Helpline unter 0800210099 wenden. Auch in Krisenzeiten mit der FCG

GEMEINSAM. NEUE WEGE GEHEN.

Anweisung bzgl. der Zustellung nach dem Zustellgesetz

Von: WIEDNER Manfred <Manfred.Wiedner@post.at>
Gesendet: Montag, 23. März 2020 11:59
An: MODLIBA Robert <Robert.Modliba@post.at>
Betreff: Anweisung bzgl. der Zustellung nach dem Zustellgesetz

Sg. Herr Modliba!

Die Verunsicherung bei der Zustellung von RS Briefen ist groß. Hat man in den vergangenen Jahren die penible Einhaltung des Zustellgesetzes gefordert, wird diese Vorgangsweise durch die heutige Dienstanweisung völlig auf den Kopf gestellt.

Meine Fragen zum Schutz der Kollegenschaft:

  • Ist die neue Vorgansweise durch die Bundesregierung (Verordnung) auch rechtlich abgesichert?
  • Können sie aufgrund dieser Vorgangsweise ausschließen, dass nicht unsere Kolleginnen und Kollegen im Nachhinein belangt werden können?

Mit der Bitte um rasche Antwort, damit wir hier etwas mehr Klarheit und Sicherheit für die Betroffenen schaffen können.

Manfred Wiedner
Zentralausschuss

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Von: MODLIBA Robert <Robert.Modliba@post.at>
Gesendet: Montag, 23. März 2020 13:05
An: WIEDNER Manfred <Manfred.Wiedner@post.at>
Cc: ETTMAYER Anneliese <Anneliese.Ettmayer@post.at>; NIGL Franz <Franz.Nigl@post.at>; SCHAFFER Hermann <hermann.schaffer@post.at>
Betreff: AW: Anweisung bzgl. der Zustellung nach dem Zustellgesetz

Sehr geehrter Herr Wiedner,

ebenso wie die Post als Arbeitgeber hat auch der Gesetzgeber erkannt, dass während der COVID19-Krise die Zustellung behördlicher Sendungen zum Schutz sowohl der Postmitarbeiter*innen als auch der Empfänger*innen dieser Sendungen auf eine kontaktlose Zustellung umzustellen ist, und das Zustellgesetz entsprechend geändert.

Die interne Dienstanweisung entspricht der gesetzlich vorgesehenen Vorgehensweise.

Freundliche Grüße

Robert Modliba

ÖAAB Generalsekretär

Liebe Mitstreiter!

Mein Mail an die Vorstände bzw. an Klubobmann August Wöginger hat nun eine erste Reaktion mit sich gebracht. Der Generalsekretär des ÖAAB, Christoph Zarits hat sich gemeldet ob meine Forderungen alle Maßnahmen zum Schutz der Kollegenschaft zu unternehmen, bereits nachgekommen wurde.

Nachdem ich von Seite des Vorstandes unverständlicherweise keine wie immer geartete Reaktion bekommen habe, wird er jetzt den direkten Kontakt zum Kabinett von Ministerin Elisabeth Köstinger suchen.

Unsere dringendsten Forderungen die per Verordnung des Ministeriums notwendig wären:

  • Die Zustellung auf das dringend notwendige Ausmaß zu reduzieren (keine Werbungen und blaue Post mehr!!!)
  • Alle Kolleginnen die in die Risikogruppe fallen sofort vom Dienst frei zu stellen
  • Alle Maßnahmen zum Schutz der Kollegenschaft sofort umzusetzen (Fürsorgepflicht)
  • Die Öffnungszeiten im Filialnetz auf das Minimum zu reduzieren!!!! (kein Samstagsdienst mehr)

Ich hoffe in den nächsten Tagen Antwort zu bekommen.

Liebe Grüße,
Manfred

Samstagsdienst im Filialnetz

Sg. Kuncier!

Ist es tatsächlich noch notwendig Postfilialen am Samstag zu öffnen? Die Kundenfrequenz ist auf ein ¼ gesunken. Alles anderen Branchen (z.B. die Tankstellen) reduzieren ihre Öffnungszeiten aufgrund des geringeren Kundenaufkommens massiv.

Ich darf sie daher ersuchen die Postfilialen bis auf Weiteres an Samstagen nicht zu öffnen. Wir sollten nicht unnötig die Kollegenschaft der Gefahr des Coronavirus aussetzen.

Mit der Bitte um Rückmeldung,

Manfred

Wichtige Informationen post.sozial

Krisenmanagement der Österreichischen Post

Von: WIEDNER Manfred
Gesendet: Mittwoch, 18. März 2020 14:04
An: PÖLZL Georg <Georg.Poelzl@post.at>; UMUNDUM Peter <Peter.Umundum@post.at>; OBLIN Walter <Walter.Oblin@post.at>
Cc: NIGL Franz <Franz.Nigl@post.at>; MODLIBA Robert <Robert.Modliba@post.at>; KUNCZIER Harald <Harald.Kunczier@post.at>
Betreff: Krisenmanagement der Österreichischen Post AG

Sg. Herrn!

Nachdem ich letzte Woche in Ischgl und St. Anton die Postämter besucht habe, habe ich mich in „Selbstquarantäe“ begeben um niemanden zu gefährden und arbeite von Zuhause aus.

Um auch meinen Beitrag in dieser schwierigen Zeit zu leisten, sitze ich von 6.00 Uhr morgens bis 22.00 Uhr vor dem Computer oder telefoniere um der Kollegenschaft (und auch ihren Angehörigen) die Angst zu nehmen.

Ich fordere sie daher auf, dass ich die Anweisungen und Informationen welche in die Betriebsdienststellen hinausgehen vorab auch immer bekomme.

Natürlich ist es mir bewusst, dass wir uns in einer nie dagewesenen Krisensituation befinden, aber einigen unserer Manager fehlt der nötige Hausverstand um der Situation gerecht zu werden.

Es ist nicht mehr hinzunehmen, dass unsere KollegInnen tagtäglich mit mehr als einer Million Kundenkontakten konfrontiert werden und es noch immer keine flächendeckende Versorgung der Kollegenschaft mit Desinfektionmittel oder Handschuhen (Kärnten und Tirol) gibt. Warum gibt es keine Schutzmasken für unsere Filialmitarbeiter? Wo sind die Plexiglasscheiben?

Ich fordere sie auf, ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen und ALLE Maßnahmen zu setzen um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen!!!

Es ist leider davon auszugehen, dass diese Situation viel länger andauern wird, wie wir Anfangs angenommen haben. Daher müssen wir mit den personellen Ressoursen viel schonender umgehen. Zustellen nur mehr was wirklich wichtig ist!!! Selbst Amazon will nur mehr lebensnotwendige Bestellungen bearbeiten.

In Kärnten werden unsere Zusteller genötigt aus dem Collator einen Hoferverteiler tausendfach herauszuzupfen weil der Hofermarkt aufgrund der aktuellen Situation erst zu einem späteren Zeitpunkt eröffnet werden wird.  Geht’s noch? Haben wir keine anderen Sorgen?

Während man in einem Bundesland die Kollegen welche sich in Quarantäneorten aufgehalten haben zum Dienst holt, werden sie z.B. in der Steiermark (ZB Gleisdorf) nach Hause geschickt obwohl diese „nur“ im Zillertal Skifahren waren. Wann gibt es hier klare Regelungen? Wann schicken wir endlich jene nach Hause die zur Gruppe der besonders gefährdeten gehören?

Habe heute erfahren, dass wir jedenfalls die Pensionszahlung nächste Woche durchführen wollen. Und dies obwohl die WHO empfiehlt aus hygienischen Gründen auf Bargeldzahlungen zu verzichten. Wie soll  hier das pro cedere von statten gehen?

Wenn wir so weitermachen habe ich die Befürchtung, dass wir unseren Versorgungsauftrag nicht mehr lange aufrecht erhalten werden können, weil uns schlichtweg das Personal fehlen wird.

In Erwartung von der Umsetzung von konkreten Maßnahmen und klaren Anweisungen die in ganz Österreich gleich gelten müssen und einer positiven Antwort, verbleibe ich

Manfred Wiedner