ORF Bericht zum Amazon Lager im Süden von Graz

ORF Bericht:

Kein UVP-Verfahren für Amazon-Lager

Für große Aufregung unter den Anrainern sorgt das geplante Amazon-Logistikzentrum im Süden von Graz. Neuen Zündstoff liefert nun der Bescheid des Landes, dass für den Bau keine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig ist.

24-Stunden-Betrieb auf 67.877 Quadratmeter

Die Flächeninanspruchnahme durch das Vorhaben beträgt etwa 5,7 Hektar, die Bruttogeschoßfläche 67.877 Quadratmeter. Geplant sind eine Lager- und eine Logistikhalle, zwei Parkflächen im Freien für die Pkws der Mitarbeiter, Ladeflächen, eine viergeschossige Parkgarage für 960 Lieferfahrzeuge, Verkehrserschließungsflächen und Infrastrukturanlagen.

Im Logistikzentrum sollen Pakete sortiert und ausgeliefert werden – 24 Stunden täglich, an sechs Tagen in der Woche, es erfolgt keine Feiertags- und Sonntagsarbeit. Der Betrieb verteilt sich auf drei Regelschichten, heißt es im Bescheid, der am Montag auf der Website des Landes veröffentlicht wurde. Geprüft und berechnet wurde die jahresdurchschnittliche tägliche Verkehrsbelastung als Durchschnittswert aller Tage eines Jahres – demnach sei mit täglich 2.537 Fahrzeugen zu rechnen.

Grüne hoffen auf „Kehrtwende“ im Berufungsverfahren

„Es ist enttäuschend, dass Landesrätin Lackner (Ursula, SPÖ, Anm.) kein Interesse daran hat, die Bodenversiegelung im Großraum Graz zu stoppen“, sagte der Grünen-Klubobmann Karl Dreisiebner. „Das zu befürchtende Verkehrsaufkommen mit bis zu 900 Transportern wird den jetzt schon überlasteten Straßen im Grazer Südosten weitere Probleme machen und die Anrainer werden insbesondere durch den Drei-Schichtbetrieb viel an Lebensqualität verlieren.“

Auch wenn die Umwidmung schon vor 30 Jahren stattgefunden habe, zeige das, „dass die Regierungen in Stadt und Land daraus nicht gelernt haben und die Steuerung von Stadtentwicklung komplett verloren haben“. Dreisiebner hofft, dass im Berufungsverfahren noch eine Kehrtwende möglich wird.

„Ein Schlag ins Gesicht der Anwohnerinnen“

Für die Grazer KPÖ sei der Entscheid „ein Schlag ins Gesicht der Anwohnerinnen“, heißt es in einer Aussendung. Eine Beschwerde bzw. ein Rechtsmittel gegen diese Entscheidung könnte Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) als Vertreter der Standortgemeinde Graz nach Ansicht von Stadträtin Elke Kahr (KPÖ) geltend machen: „Bürgermeister Nagl soll alle rechtlichen Hebel in Bewegung setzen, um die betroffenen Anrainer zu unterstützen.“

Auch den Anrainern selbst stehe rechtlich die Möglichkeit einer Beschwerde zu. „Wir stehen weiterhin auf der Seite der betroffenen Bewohner. Sollten sie sich entscheiden, eine Beschwerde einzureichen, werden wir sie in rechtlichen Fragen gerne unterstützen – denn es ist nicht zu akzeptieren, dass die Interessen von Amazon über die Interessen der Anrainer gestellt werden“, so Kahr.

Bürgermeister Nagl will Gespräche führen

Aus dem Büro des Bürgermeisters war ebenfalls Enttäuschung über die Entscheidung der Behörde zu hören: Man wolle nun prüfen, ob eine Beschwerde Sinn macht, oder ob man nicht besser mit den Projektentwicklern versucht, ins Gespräch zu kommen, damit man es so verträglich wie möglich gestaltet – ein entsprechender Termin sei für August vorgesehen, hieß es. Überraschend sei es für Nagl jedenfalls nicht, dass Amazon ein Verteilzentrum in Graz bauen will, denn die Bestellungen nehmen weiterhin zu.

FPÖ will rechtlich gegen Bescheid vorgehen

Vizebürgermeister Mario Eustacchio (FPÖ) ist der Ansicht, dass das Land Steiermark seiner Verantwortung nicht nachkomme: „Ich setze mich dafür ein, dass die Stadt Graz diesen Bescheid rechtlich bekämpfen wird. Bisher wurde bei einem Projekt von diesem Ausmaß von allen Seiten davon ausgegangen, dass ein UVP-Verfahren durch das Land Steiermark durchgeführt wird. Dass dies nun nicht der Fall ist, ist äußerst irritierend und sollte von der Stadt Graz nicht hingenommen werden.“

Der Grazer SPÖ-Chef Michael Ehmann zeigte sich bestürzt: Für ihn ist die Entscheidung „in keiner Weise nachvollziehbar“.

Just do it

Wir tun es gleich- so der O-Ton von Raimund Taschner, Post-Zentralbetriebsrat, und von Martin Pieler als örtlich zuständiger Betriebsratsvorsitzender von Graz beim morgendlichen Dienststellenbesuch auf der Zustellbasis 8082 Kirchbach in der Steiermark. Das zuständige Management  wurde sofort über die mehr als angespannte Personalsituation und den daraus resultierenden, zusätzlichen Arbeitsdruck auf die Mitarbeiter*innen informiert, um rasche Abhilfe durch die Bereitstellung zusätzlicher personeller Ressourcen zu schaffen.

Die herzliche Präsenz der beiden Personalvertreter und der verteilte, gekühlte Eiskaffee hat einigen Kolleg*innen wieder ein kurzzeitiges Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Bessere Entlohnung für Teamleiter*innen gefordert

Teamleiter*innen leisten einen sehr wichtigen Beitrag in einer Zustellbasis, sind der erste Ansprechpartner für die Mitarbeiter*innen und sind in der Regel auch da, wenn es „brennt“.

Speziell in personell schwierigen Gebieten und Zeiten sind sie noch mehr gefordert. Das bis jetzt verwendete MBO System für unsere Teamleiter*innen muss aus unserer Sicht überarbeitet werden, da die Kolleg*innen viel zu wenig davon haben.

Außerdem muss es so transparent sein, dass es dazu ein Monitoring gibt und die Ziele auch im Einflussbereich des Einzelnen liegen. Wir wollen, dass auch die Ebitprämie für unsere Teamleiter*innen ausgeschüttet wird, da die Höhe der MBO das auch rechtfertigen würde.

FCG- damit mehr zum Leben bleibt!

 

Überbelastung bei den Postdiensten in ganz Europa

Überbelastung bei den Postdiensten!

Im Zuge einer Arbeitsgruppensitzung im hochwassergeplagten Bonn/Köln wurde von den Teilnehmern unter Beisein vom Generealsekretär von CESI, Klaus Heeger beschlossen, am 14. Dezember 2021 ein Symposium zum Thema „Überbelastung der Kollegenschaft in den Postdiensten und der Telekommunikation“ in Wien abzuhalten.

Es werden dazu bis zu 100 Teilnehmer aus ganz Europa erwartet. Dies scheint uns aus Sicht der Gewerkschaften das brennendste Thema zu sein, zumal nun auch im Sommer die Arbeit zusätzlich komprimiert wird und im Winter die Zahl der Pakete unaufhörlich ansteigen wird.

Darüber hinaus werden wir uns natürlich auch mit den aktuellen Themen, Digitalisierung und den Auswirkungen von Homeoffice, prekären Dienstverhältnissen, sowie einhergehend dem Lohn- und Sozialdumping befassen.

Starke europäische Gewerkschaften sind notwendiger denn je, sagte der Vorsitzende Manfred Wiedner, um aufgrund von Liberalisierung und den Privatisierungen, einen Gegendruck erzeugen zu können.

GEMEINSAM.NEUE WEGE GEHEN.

Früherer Dienstbeginn

Als FCG haben wir gefordert, dass überall wo es möglich ist der Dienstbeginn vorverlegt wird. Das bedeutet zum Beispiel für die Wiener Zustellbasen, dass ein Dienstbeginn bereits um 5:30 Uhr möglich wäre.

Der Jammer mit den Sommertouren ist schon groß genug, daher soll wenigstens der Dienstbeginn vorverlegt werden.

Außerdem müssen mehr Mitarbeiter*innen eingestellt werden und die Zustellbezirke die zu groß sind, verkleinert werden.

GEMEINSAM. NEUE WEGE GEHEN.

 

Das Beste aus zwei Welten: Die bank 99 Familie wächst!

Der Kauf der Ing-Diba Österreich im Bereich der Privatkunden wird von den Vertretern der FCG begrüßt. Gibt es uns doch die Möglichkeit viel rascher zu wachsen und es wird auch mehr Perspektiven für gut geschultes Stammpersonal geben.  Aber jetzt bedarf es natürlich auch einer Neuausrichtung der Strategien. Auch die Zusammenführung beider Unternehmen, vor allem die Integration der Kolleg*innen der Ing-Diba, sollte professionell, rasch und mit Fingerspitzengefühl durchgeführt werden

Als FCG fordern wir die Verantwortlichen auf, so rasch wie möglich klare Konzepte und Zielvorstellungen auf den Tisch zu legen, damit die Verunsicherung in der Kollegenschaft endlich ein Ende hat und es auch wieder Perspektiven für die persönliche berufliche Entwicklung gibt.

GEMEINSAM. NEUE WEGE GEHEN.

Wir brauchen mehr Mitarbeiter*innen

Viele unbesetzte Touren, teilweise Doppelschichten für die Mitarbeiter*innen in vielen Bereichen und ganz besonders in Oberösterreich.

Davon konnte sich auch Andreas Schieder von Zentralausschuss in Wels und anderen Dienststellen in Oberösterreich überzeugen. Es muss hier mehr in Eigenpersonal investiert werden, um endlich von der Mitbesorung wegzukommen, sagt auch der zuständige VPA Obmann Dietmar Weinzierl. Auch wenn teilweise Frächterunterstützung vorhanden ist, ist dies keine langfristige Lösung. Auch der Jammer mit den Sommerrayonen bei Personalunterständen, ist ein zentrales Thema.

Die ganze Belohnungsregelungen der Teamleiter*innen muss auf neue Füße gestellt werden, da das jetzige System in solchen Zeiten überhaupt nicht wirkt, sondern den Frust erhöht.

GEMEINSAM. NEUE WEGE GEHEN.

Aus für versetzten Dienst

Mit 1. Juli sollte der versetzte Dienstbeginn auch in jenen Dienststellen beendet werden, bei denen er bis jetzt noch aufrecht war.

Er soll entweder generell entfallen, oder unter der Prämisse der 3 G Regelungen aufgehoben werden können. Auch ein Ende der FFP2 Maskenpflicht, muss aus unserer Sicht umgesetzt werden.

So viel Freiheit wie möglich, muss auch in der Post gelten…

GEMEINSAM. NEUE WEGE GEHEN.

 

nicht alle freuen sich

Alles gurgelt an einen Haushalt- schon wieder belohnungsfrei?

Die Stadt Wien schickt dieser Tage an jeden Haushalt in Wien ein TEST- Kid „alles gurgelt“ und Begleitschreiben über die Post aus.

Fast alle freuen sich!

-Die Bevölkerung für die Aufmerksamkeit und die erleichterte einmalige Testmöglichkeit.

-Die Stadtregierung und Politik für die positive Werbung.

– Die Post mit schönen Einnahmen dafür.

Nur unsere Zusteller*innen mit tausendenen Testkids als „Massensendung“, in der prallen Sonne am Zustellgang eher weniger, vor allem deswegen da die Forderung nach einer Belohnung von denen die sich freuen können, abgelehnt wurde bzw. nicht angedacht war.

Eine Wertschätzung sieht für uns anders aus….

 

 

 

Versetzter Dienst nicht mehr tragbar

Es ist nicht mehr einzusehen, dass es immer noch Dienststellen in Österreich gibt, wo der versetzte Dienst noch immer nicht aufgehoben wurde.

Wenn ganz Österreich lockert, fordern wir als FCG das auch in der Post umzusetzen, egal wie viele auf einer Dienststelle geimpft sind.

Wenn die Kolleg*innen schon bereit sind, sich regelmäßig zu testen, sollten sie auch früher beginnen dürfen, ganz unabhängig von einer eventuellen Impfung. Diese muss freiwillig bleiben!

FCG- damit mehr zum Leben bleibt!