Was ist beim Krankenstand rechtens?

In den letzten Wochen haben uns zahlreiche Kolleginnen und Kollegen zum Thema Krankenstand kontaktiert. Wir wollen einen kurzen Überblick zu den aktuellen arbeitsrechtlichen Bestimmungen beim Krankenstand geben:

1) Wie lang kann ich mir mit der Meldung eines Krankenstands im Unternehmen Zeit lassen?

„Arbeitnehmer sind verpflichtet, den Arbeitgeber unverzüglich über die Arbeitsverhinderung zu informieren.“

2)Muss man dem Dienstgeber in jedem Fall eine Krankenstandsbestätigung vorlegen?

„Grundsätzlich hat der Dienstgeber das Recht, eine Krankenstandsbestätigung zu verlangen – auch ab dem 1.Tag!“

3)Hat der Arbeitgeber ein Recht, zu erfahren, woran ich erkrankt bin?

„Nein – Auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss zwar die Ursache stehen, der Gesetzgeber meint damit, aber lediglich die Angabe, ob eine normale Krankheit oder eine Berufskrankheit bzw. Freizeit- oder Arbeitsunfall vorliegt. Die Diagnose muss dem Arbeitgeber auf alle Fälle nicht mitgeteilt werden.“

4)Gibt es im Krankenstand einen Kündigungsschutz?

„Grundsätzlich nein- Eine Kündigung während des Krankenstands ist möglich, allerdings kann sich der Dienstgeber damit nicht die Entgeltfortzahlung ersparen. Der Dienstgeber muss dem Arbeitnehmer für die Zeit seiner Erkrankung bis zum Höchstmaß der Anspruchsdauer Entgelt bezahlen. Eine Kündigungsanfechtung des Arbeitnehmers bleibt natürlich immer vorbehalten.“

Für weitere Fragen und Auskünfte kontaktieren Sie unsere FCG Betriebsräte/Personalvertreter!

 

Die Mühlen des Gesetzes mahlen langsam – aber sie mahlen

Der Bund hat mit 1.1.2008 eine Pensionskasse für Beamte eingeführt und zahlt ab diesem Zeitpunkt 0,75% der Bemessungsgrundlage dafür ein. Beamte der Post AG, der A1 Telekom und des Postbusses sind von dieser Regelung nicht umfasst, weil bis heute diese Unternehmen mit der Postgewerkschaft keinen KV dafür zustande gebracht haben.

Seit mehr als 11 Jahren werden die Zuschüsse zur Betriebspensionskasse des Bundes den Beamten von Post, A1 und den Beamten im Bereich des ehemaligen Postbusses vom Management vorenthalten. Leider hat sich die Mehrheitsfraktion unserer Gewerkschaft mit ihrem Vorsitzenden Köstinger aus unserer Sicht viel zu spät entschlossen, auf Druck der FCG, diese Klage endlich zu führen.

Nun scheint es in den Verfahren langsam eng für das Management zu werden. Wir als FCG GewerkschafterInnen und Personalvertreter werden weiterhin um diese 0,75% der Bemessungsgrundlage kämpfen und uns diesen Betrag auch bei den bevorstehenden Gehaltsverhandlungen im Mai NICHT ABKAUFEN LASSEN.

GEMEINSAM. NEUE WEGE GEHEN.

Gewonnene Pause: Post muss 312 Überstunden bezahlen

Die Post muss wegen der gewonnenen, bezahlten Pause 312 Überstunden auszahlen. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtshofes von gestern bestätigt wieder, dass die halbstündige Pause zu bezahlen ist.

GEMEINSAM. NEUE WEGE GEHEN.