FCG Andreas Schieder widerspricht Post- Chef

Redaktion: Unser Generaldirektor wurde in den Medien zitiert, dass er nicht verstehe, warum die Politik das Pensionsgesetz nicht reformiert hat. Was sagst du dazu?

Andreas Schieder: Generell muss nicht alles, was in der Zeitung steht, richtig sein. Den Arbeitskräftemangel mit einer späteren Pension auszugleichen, lehne ich ab und halte ihn auch für falsch.

 

Redaktion: Was sind deine Vorschläge?

Andreas Schieder: Die Belastungen am Arbeitsplatz müssen reduziert werden, die Löhne angehoben und die Aufstiegschancen verbessert werden. Es muss sich wieder auszahlen arbeiten zu gehen. Jeder der bei uns arbeitet, soll ein gutes Leben führen können. Das muss der Anspruch sein.

 

Redaktion: Was sagst du zum geplanten Standortleitermodell?

Andreas: Ich halte die Auflösung von Teams für falsch, weil dort oft sehr gut zusammengearbeitet wird. Außerdem sollen die Teamleiter*innen die gut gearbeitet haben, ebenfalls bleiben. Intern vor Extern soll unbedingt beachtet werden.

 

Redaktion: Die Gehaltsverhandlungen in der Post stehen im Frühling auf dem Programm. Wie soll sich die Gewerkschaft verhalten?

 

Andreas: Die Inflation trifft die Menschen mit geringeren Einkommen stärker, sodass dort auch mehr gemacht werden muss. Das könnte mit monatlichen „Fixbeträgen“ oder Mindestlöhnen erreicht werden.

 

Redaktion: Was soll 2023 den Mitarbeiter*innen bringen?

 

Andreas: Erstens Gesundheit, zweitens ein friedliches Miteinander und deutliche Verbesserungen in finanzieller und persönlicher Hinsicht!